Grenzsteintagung 2023: Messmethoden verbessern

Draußen der Praxistest - unter kritisch, fachlicher Beobachtung bestanden (Foto: Christian Horn)
Draußen der Praxistest - unter kritisch, fachlicher Beobachtung bestanden (Foto: Christian Horn)

Standorte historischer Grenzsteine zentimetergenau bestimmen – ein wichtiges Thema. Das innovative GNSS Messgerät macht es vor.
Viele Obleute haben in ihrer täglichen Arbeit das Problem, dass die genaue Bestimmung von möglichen Standorten historischer Grenzsteine zum Beispiel mit dem Handy und anderen greifbaren Methoden viel zu ungenau ist. Bäume und andere Störfaktoren treten hinzu. So ist das Interesse an technischen Lösungen groß.

 

Vorstandsmitglied Günter Schölla hat diesen Bedarf aufgegriffen, im Markt recherchiert und ein äußerst genau arbeitendes GNSS-Messgerät identifiziert, das daraufhin im Rahmen der Grenzsteintagung 2023 vorgestellt und getestet wurde. Michael Villis von der Precise Positioning Management GmbH aus Penzberg stellte es vor und ging damit anschließend auch gleich in die Praxis. Denn mit dem GNSS-Messgerät können Positionen im Zentimeterbereich bestimmt werden. Das System nutzt dabei die Korrekturdaten des Satellitenpositionierungsdienstes der deutschen Landesvermessung (SAPOS), die in Hessen kostenfrei verfügbar sind.

 

 

Verbunden mit Tablet, Smartphone oder Notebook kann man damit nun Daten in sehr großer Genauigkeit erfassen. Dabei ist das Gerät 130g leicht, sehr kompakt auch für schwieriges Gelände und seine Schwanenhalsantenne kann an den Geräten optimal ausgereichtet werden.

 

Eine praktische Vergleichsmessung im Außenbereich des Tagungsortes auf einen amtlichen Referenzpunkt bestätigte im Beisein der Tagungsteilnehmer eindrucksvoll diese Genauigkeit.

Wo sonst können Experten für Kleindenkmale derart komprimiert und praxisnah auf den neuesten Stand der technischen Möglichkeiten gebracht werden - die Grenzsteintagung bringt's!


Mehr Informationen zu diesem Gerät HIER.

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 Fotos: Andreas Weiberg, Christian Horn