Grundsätzliches

 

 

Historische Grenzsteine können wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Bedeutung Kulturdenkmäler im Sinne des § 2 des Gesetzes zum Schutze der Kulturdenkmäler (Denkmalschutzgesetz), in der Fassung vom 5. September 1986 (GVBL.I  S. 270) sein. An ihrer Erhaltung besteht ein öffentliches Interesse. Diese Steine dürfen weder zerstört noch gefährdet oder so verändert und von ihrem Platz entfernt werden, dass ihr Denkmalwert hierdurch beeinträchtigt wird. Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar.

 

Soweit historische Grenzsteine auch heute noch eine Funktion zur Abmarkung von Eigentumsgrenzen besitzen, gelten zusätzlich die Bestimmungen des Hessischen Gesetzes über das Liegenschaftskataster und die Landesvermessung (Hessisches Vermessungsgesetz - HVG -) vom 2. Oktober 1992 (GVBL. I S. 453). Gemäß § 22 Abs. 1 dieses Gesetzes handelt derjenige ordnungswidrig, der vorsätzlich oder fahrlässig unbefugt eine Abmarkung vornimmt bzw. Grenz- oder Vermessungsmarken beseitigt.

Rechtsnatur eines historischen Grenzsteins
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©  Verein zur Pflege historischer Grenzmale Hessen e. V.